Wie interdisziplinäres
Design Thinking den Wissen-
schaftshafen belebt

Von der Idee zum MedTech-Startup

Fluss

Mitten im Sommersemester 2026 pulsiert die Innovationskraft im Wissenschaftshafen.
Wo Spitzenforschung auf Marktlogik trifft, wird aktuell ein ganz besonderes Transferformat gelebt: Das neue, interdisziplinäre Seminar „Build your MedTech Business: Design Thinking und medizinische Innovationen“ zeigt eindrucksvoll, wie die transPORT-Werkstätten transFORM arbeitet.

Das innovative Format feiert in diesem Semester Premiere und ist das Ergebnis einer starken Kooperation: Die Betriebswirtschaftslehre von Prof. Dr. Sadrieh und die Medizintechnik von Prof. Dr. Rose haben sich am Forschungscampus STIMULATE zusammengetan. Unter der Leitung des ego.-INKUBATOR Startup Designers – und eng begleitet von unserer Kollegin Daniela – bringt das Seminar Studierende unterschiedlichster Fachrichtungen zusammen. Das gemeinsame Ziel: Innovative Lösungen für reale Herausforderungen im Gesundheitswesen zu entwickeln.

In fünf Wellen von der Problemstellung zum Markttest
Der Weg von einer theoretischen Idee hin zu einem marktfähigen Produkt ist intensiv. Die Studierenden durchlaufen im Team den gesamten Innovationsprozess entlang von fünf aufeinander aufbauenden Phasen:

1.     Zielgruppen verstehen: Nutzerbedürfnisse systematisch erfassen.
2.     Probleme definieren: Reale Herausforderungen im Gesundheitswesen identifizieren.
3.     Ideen generieren: Kreative Lösungsansätze mittels Ideation-Methoden ableiten.
4.     Prototypen entwickeln: Konzepte durch schnelles Prototyping greifbar machen.
5.     Testen und Lernen: Datenbasierte Entscheidungen durch User-Testing treffen.

Durch diese intensive Praxisarbeit erleben die Teilnehmenden hautnah, wie aus ersten losen Gedanken konkrete medizintechnische Produkt- und Dienstleistungskonzepte entstehen.

Skills fürs echte Gründerleben
Dabei geht es um weit mehr als das reine Fachwissen oder das Sammeln von Credit Points. Im Fokus stehen Kernkompetenzen, die für die Gründer von morgen essenziell sind: der professionelle Umgang mit Unsicherheit in frühen Entwicklungsphasen, experimentelles Arbeiten sowie strategisches Denken. Ergänzend lernen die Studierenden in knackigen Workshops, wie sie ihre Ideen beim finalen Pitch überzeugend präsentieren.

Das Modul richtete sich gezielt an Studierende mit einem echten Interesse an Entrepreneurship und Unternehmensgründung. Im besten Fall legen wir hier im Wissenschaftshafen gerade den Grundstein für die nächsten hochinnovativen MedTech-Ausgründungen unserer Region.

Ausblick auf die finale Welle
Aktuell stecken die interdisziplinären Teams mitten in der heißen Phase und feilen an ihren Konzepten. In der Kalenderwoche 28 wird es dann ernst: Bei der großen Abschlusspräsentation müssen die Studierenden beweisen, dass ihre Ideen auch der Marktlogik standhalten.

Fotos: Sven Kloss