Drei Fragen -
zwei unterschiedliche
Perspektiven

In diesem Interview teilen
Bartosz Dynia und Maël Lavoué-Botta rückblickend ihre Einblicke als
EU-Green Praktikanten
bei transSCAPE.

Die Originalsprache des Interviews ist Englisch. 
The interview was originally given in English. 

Anker

Woher kommt ihr, was studiert ihr in eurer Heimat und wie hat es euch nach Magdeburg verschlagen?

Bartosz: Ich komme aus Warschau, Polen, dort studiere ich derzeit Raumplanung an der Wrocław University of Environmental and Life Sciences. Für das Praktikum bei transSCAPE habe ich mich beworben, da an meiner Universität ein Programm für die Weiterentwicklung am Magdeburger Wissenschaftshafen durch die Kulturwissenschaften und der Urbanistik an der OvGU und transSCAPE vorgestellt wurde, dass sich als Student der Urbanistik als eine ideale Möglichkeit anbot. Die Aussicht auf eine nachhaltige Transformationsteilhabe am Wissenschaftshafen mittels angewandter Design Forschung, Methoden der Partizipation, und Ko-Kreation waren meine Hauptgründe wieso ich nach Magdeburg gekommen bin.

Maël: Hi, ich komme aus der Betragne (Frankreich) und studiere im zweiten Jahr des Masters ETTAP (Environment, territorial transition, city planning and participation) an der University of Angers. Um mein Masterstudium erfolgreich absolvieren zu können, ist ein Praktikum erforderlich. Da ich darüber hinaus jedoch auswandern möchte, habe ich mich dafür entschieden in Deutschland ein Praktikum zu machen.

An welchen Projekten habt ihr bei transSCAPE gearbeitet und was hat euch am meisten fasziniert?

Bartosz: Mein Fokus lag in der Planung und Umsetzung von interaktiven Workshops, genauer gesagt die Formate „Plan & Build“ und „Locate & Design“. Im “Plan & Build” Workshop wurde mittels Gamification die Verhandlung für die Stadtplanung simuliert, wohingegen „Locate & Design“ die Feldforschung einbezieht, um aufklärende Wege am Hafen erfassen zu können. Was mich am meisten fasziniert hat war die Zusammenarbeit mit meiner Betreuerin Zuhar Aljundi. Durch ihre ehrliche Unterstützung und Beratung konnte ich diese Workshops erfolgreich leiten und neue Ideen – wie beispielsweise die Nutzung von Mentimeter als Echtzeit-Feedback während des Town Hall Meetings 8 – implementieren.

Maël: Im vergangenen Monat habe ich an der Konzeptentwicklung und Umsetzung für meinen „Build along the Elbe“ Workshop gearbeitet den ich während des Events Riverscapes durchgeführt habe, um für meine Masterarbeit Daten generieren zu können. Was ich richtig gut daran fand, war vor allem die Auswertung der Ergebnisse, das Wissen der Teilnehmenden im Bereich Geografie und Stadtplanung zu testen, sowie beobachten zu können wie diese die unterschiedlichen Aufgaben gelöst haben.

Welche Fähigkeiten oder Erkenntnisse aus eurer Zeit am Wissenschaftshafen möchtet ihr unbedingt für eure zukünftige Karriere mitnehmen?

Bartosz: Aus fachlicher Perspektive konnte ich eigenständig meine analytischen Fähigkeiten durch die Entwicklung automatisierter KNIME Datenpipelines für den transSCAPE Transferbarometer weiterentwickeln. Auf professioneller Ebene wurde durch diese Erfahrung meine kommunikative Fähigkeit und Selbstverwaltung signifikant verbessert. Ich habe gelernt, wie ich klar meine professionelle Perspektive artikuliere, meine Erwartungen einordne und mich in einem komplexen und dynamischen Arbeitsumfeld effektiv navigiere.

Maël: Für mich ist es tatsächlich die aktive Teilhabe und Organisation von Events, welche das Ziel haben Menschen nicht nur auf den Wissenschaftshafen aufmerksam zu machen, sondern diesen darüber hinaus aus unterschiedlichen Sichtweisen heraus zu betrachten – vom alten Industriegebiet zu einem Ort der viel Potenzial bietet.

Three questions—two different perspectives

In this interview Bartosz Dynia and Maël Lavoué-Botta share retrospectively their insights as EU Green interns at transSCAPE.

Tell us a bit about yourself: Where are you from, what are you studying or working on back in your home country, and what brought you to Magdeburg?

Bartosz: I am from Wrocław, Poland, where I am currently studying Spatial Management at the Wrocław University of Environmental and Life Sciences. I applied for this internship because the program-"OvGU transSCAPE urban and cultural studies for the regeneration of the Science Port"-was presented as an ideal opportunity for an urban studies student. The prospect of contributing to the sustainable transformation of the Science Port through applied design research, participatory methods, and co-creation practices was my main motivation for coming to Magdeburg.

Maël: Hi, I am from Brittany (France). Currently I’m in my second year of studying ETTAP (Environment, territorial transition, city planning and participation) in the University of Angers. To validate my master’s, I needed to make an internship, wanting to move out in France once finished I decided to do it in Germany.

Which projects were you working on at transSCAPE and what fascinated you the most?

Bartosz: I focused on designing and executing interactive workshops, specifically the "Plan & Build" and "Locate & Design" formats. "Plan & Build" used gamification to simulate urban planning negotiations, while "Locate & Design" involved fieldwork to map educational paths through the port. What fascinated me most was the collaboration with my supervisor, Zuhar Aljundi. With her genuine support and guidance, I was able to successfully facilitate these workshops and implement new ideas, such as using Mentimeter for real-time feedback during Town Hall Meeting 8.

Maël: I worked last month on conceiving a workshop for the Riverscapes (Build along the Elbe) event to bring material to my thesis. What I found great in it was the result part especially in testing the participant knowledge in geography and city planning and how they managed to accomplish the different tasks.

What skills or insights from your time at the port of science (Wissenschaftshafen) would you definitely like to take with you for your future career?

Bartosz: From a technical standpoint, I independently developed my analytical skills by engineering automated KNIME data pipelines for the transScape Transferbarometer. On a professional level, this experience significantly enhanced my communication and self-management skills. I learned how to clearly articulate my professional perspective, manage expectations, and effectively navigate a complex and highly dynamic workplace environment.

Maël: I would say the participatory aspect in organizing events with the goal of making people see the Wissenschaftshafen in a different way, from an old industrial area to a place with a lot of potential.

Foto: Adrian Thielecke // OVGU EU-Green