Studentische
Agentur
Von der Lehre
in die Stadt
Studierende als Akteur*innen des Wandels.

Die Werkstatt transSCAPE entwickelt mit der studentischen Agentur ein Transferformat, das Lehre, Forschung und Stadtgesellschaft langfristig miteinander verschränkt. Im Zentrum steht nicht die schnelle Umsetzung einer Organisationsform, sondern ein mehrstufiger, lernender Entwicklungsprozess, in dem unterschiedliche Interessengruppen systematisch eingebunden werden.
Langfristig verfolgt das Transferformat die Vision einer dauerhaft verankerten, lernenden Agentur, die Studierenden ermöglicht, Verantwortung zu übernehmen, Transferkompetenzen aufzubauen und aktiv an der Entwicklung des Wissenschaftshafens mitzuwirken. Die studentische Agentur wird so zu einem Bindeglied zwischen Hochschule und Stadt – und zu einem Modell, wie Transfer, Lehre und kulturelle Stadtentwicklung gemeinsam gedacht und gestaltet werden können.
Ausgangspunkt: Erfahrungen bündeln und gemeinsam weiterdenken
In den vergangenen Jahren wurden im universitären und städtischen Kontext vielfältige Erfahrungen gesammelt – aus Lehrprojekten, Zwischennutzungen, kulturellen Interventionen, Kooperationen mit der Stadtgesellschaft und transdisziplinären Formaten. Die studentische Agentur setzt genau hier an:
Sie schafft einen strukturierten Raum, um diese Erfahrungen zu reflektieren und gemeinsam zentrale Fragen zu bearbeiten: Welche Rahmenbedingungen sind förderlich für nachhaltige studentische Projekte? Welche Strukturen brauchen Studierende, um eigenverantwortlich und professionell wirken zu können? Wie lassen sich Lehre, Transfer und Stadtentwicklung sinnvoll miteinander verzahnen? Welche Vision kann eine studentische Agentur im Wissenschaftshafen langfristig tragen? etc.
Mehrstufige Einbindung als zentrales Prinzip
Charakteristisch für das Format ist die mehrstufige Einbindung verschiedenster Akteursgruppen. Studierende, Lehrende, Projektmitarbeitende, Hochschulleitung sowie Vertreter*innen der Stadtgesellschaft wirken nicht punktuell, sondern in aufeinander aufbauenden Phasen zusammen.
So entsteht ein gemeinsamer Lern- und Aushandlungsprozess, der Perspektiven zusammenführt, Erwartungen klärt und tragfähige Strukturen entwickelt. Ein wichtiger Meilenstein war die dreitägige Klausurtagung vom 3.–5. Dezember am Forschungscampus STIMULATE. Hier wurden gemeinsam grundlegende Bedingungen für eine dauerhaft verankerte studentische Agentur erarbeitet. Die Ergebnisse fließen in ein erstes Konzept, das im Frühjahr 2026 weiter verdichtet und erneut gemeinsam diskutiert wird.
Integration in die Lehre: Lernen im realen Kontext
Die studentische Agentur ist von Beginn an als lehrintegriertes Transferformat gedacht. Sie dient nicht als Parallelstruktur, sondern als Reallabor für projektbasiertes Lernen. Studierende arbeiten an realen Fragestellungen im Wissenschaftshafen und sammeln Erfahrungen in Konzeption, Umsetzung, Kooperation und Verantwortung. Als erstes Pilotprojekt wird das Urban-Gardening-Seminar im Sommersemester 2026 erneut durchgeführt. Es knüpft an die Idee an, Gärten als relationale Räume zu verstehen – als Orte, an denen Menschen, Pflanzen und andere Akteure in Beziehung treten. Gemeinsames Gärtnern wird dabei als Prozess des Sich-Kümmerns, Lernens und Wachsens verstanden.
Kulturbeete als sichtbare Schnittstellen
Ein weiterer zentraler Baustein der studentischen Agentur sind die Kulturbeete. Sie fungieren als flexibel nutzbare Schnittstellen zwischen Gestaltung, Forschung, Wissensvermittlung und Stadtgesellschaft. Hier werden Ergebnisse sichtbar, Diskurse angestoßen und neue Kooperationen erprobt – niedrigschwellig, öffentlich und experimentell. Die Kulturbeete verbinden damit studentisches Arbeiten mit einer offenen Nutzung im Stadtraum.