TransPORT ist zentraler
Motor für den Strukturwandel 
in Sachsen-Anhalt

|Andrea Jozwiak
Weitere Fördermittel bewilligt

Erfolgreiche Gremium-Begutachtung

Magdeburg als Modellregion: Die TransferRaum-Initiative transPORT hat die entscheidende Zwischenbegutachtung durch das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) erfolgreich bestanden. Damit ist der Weg frei für die zweite Förderphase: Bis 2029 erhält das wegweisende Projekt weitere Fördermittel in Höhe von bis zu 6 Millionen Euro, um den Wissenschaftshafen Magdeburg als internationales Zentrum für Medizintechnik und innovativen Lebensraum zu etablieren.

Wo früher Kräne schwere Lasten hoben, entstehen heute digitale Zwillinge für den OP-Saal und Start-ups für modernste Medizintechnik. Der Forschungs- und Transferraum transPORT unter der Federführung der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg (OVGU) und in enger Kooperation mit der Landeshauptstadt Magdeburg  hat die Zwischenbegutachtung durch das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) erfolgreich bestanden. Das Ergebnis der Vor-Ort-Begehung: Das Projekt wird für weitere drei Jahre mit bis zu 6 Millionen Euro gefördert.

Vom Labor direkt ans Patientenbett
Das Ziel des TransferHAFENs transPORT ist es, den weiten Weg von einer wissenschaftlichen Entdeckung bis zur Anwendung am Patienten radikal zu verkürzen. „Wir verstehen uns als lernendes System“, erklärt Prof. Georg Rose, Leiter des Lehrstuhls für Medizintechnik sowie des Forschungscampus STIMULATE. „Wir probieren neue Wege der Zusammenarbeit aus, lernen aus Fehlern und schaffen Strukturen, die über das Projekt hinaus in Magdeburg Bestand haben.“

Ein Hafen, der lebt: Werkstätten im Fokus
Dass transPORT mehr als nur ein theoretisches Konzept ist, zeigen die verschiedenen Werkstätten im und um den Forschungscampus am Wissenschaftshafen:

Wirtschaft und Jobs I transFORM
Hier wächst ein Hightech-Ökosystem. In den ersten drei Jahren wurden bereits erste Ausgründungen initiiert und das Netzwerk um zahlreiche Partner aus der regionalen Wirtschaft erweitert. Ziel ist es, die internationale Sichtbarkeit des etablierten  Medizintechnik-Standorts nachhaltig zu sichern.

Kultur und Begegnung I transSCAPE
Wissenschaft ist bei transPORT kein geschlossenes System. In Formaten wie dem Tomorrow Labs Festival, welches am 6. Juni 2026 am Wissenschaftshafen stattfindet, Kulturbeeten als wechselnde Freiraumgalerie und dem Wissensparcours am Hafenbecken entlang, wird Forschung für Menschen und Anwohner greifbar. Wissenschaft zum Anfassen direkt an der Elbe.

Technik und Innovation I transTECH
Durch die Verzahnung von Wissenschaft und Wirtschaft wird der Magdeburger Wissenschaftshafen zum Zentrum für Medizintechnik-Innovationen. Hier entstehen wegweisende Lösungen wie das kompakte MRT-System des Industriepartners Neoscan Solutions: Es wurde speziell für Kleinkinder entwickelt und kann direkt auf Neugeborenenstationen installiert werden. Dies erspart den kleinsten Patienten belastende Transporte in die Radiologie. Ergänzt wird diese Expertise durch das am Wissenschaftshafen gegründete Start-up Raydiax, das innovative Systeme für die Präzisionsmedizin bei minimal-invasiven Krebsbehandlungen entwickelt. Gemeinsam werden so medizintechnische Alleinstellungsmerkmale herausgearbeitet und weltweit präsentiert.

Messbare Erfolge des Strukturwandels
Die Bilanz der ersten Phase kann sich sehen lassen: Neben der erfolgreichen Einwerbung zusätzlicher Drittmittel in Millionenhöhe konnten neue Kooperationsformate etabliert werden, die Wirtschaft und Wissenschaft so eng wie nie zuvor verzahnen. transPORT ist damit ein zentraler Motor für den Strukturwandel in Sachsen-Anhalt.

Blick in die Zukunft: Digital und immersiv
„In der nun bewilligten zweiten Förderphase bis 2029 wird der Fokus auf der Digitalisierung der Transferprozesse liegen“, beschreibt Prof. Georg Rose. „Geplant sind unter anderem immersive Formate, also virtuelle Einblicke in die Medizintechnik, um den Fortschritt noch anschaulicher zu vermitteln.“ Das Verbundvorhaben transPORT soll so zu einem Modell für ganz Deutschland werden, wie Regionen durch mutige Innovationsräume ihre Zukunft selbst gestalten.

Wissenschaft zum Anfassen: Tomorrow Labs Festival
Ein Highlight für alle Bürgerinnen und Bürger ist das Tomorrow Labs Festival am 6. Juni 2026 im Wissenschaftshafen. Hier wird die Vision von transPORT – die Verbindung von Wissenschaft, Wirtschaft, Wohnen und Wohlfühlen – für einen Tag zum öffentlichen Erlebnis.

Rückblick: transPORT-Start